Budget erstellen in 3 Schritten

Mann mit Geldscheinen

Ein Budget hilft dir, den Überblick über deine Finanzen zu behalten. Die erste Hürde beim Vermögensaufbau ist nicht über deinen Verhältnissen zu leben. Nur wer seine Einnahmen und Ausgaben im Blick hat, hat auch seine Finanzen im Griff.

Fangen wir deshalb ganz am Anfang an. Das Budget ist nichts anderes als eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben. Falls du dich nicht verschuldest ist es am Ende ein Nullsummenspiel, d.h. die Ausgaben entsprechen den Einnahmen. In 3 Schritten erstellst du dein persönliches Budget:

1. Ermittle deine Einnahmen und Ausgaben

Als erstes verschaffst du dir einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben. Neben deinem Gehalt hast du vielleicht noch Einkünfte aus Vermietung, einem Nebenjob oder Dividendeneinkünfte. Für die meisten ist die Einnahmenseite sicherlich übersichtlich.

Interessant wird es erst bei den Ausgaben, denn hier stellst du fest wofür du dein Geld eigentlich ausgibst. Notiere deine Ausgaben einfach mal über einen Monat. Am Ende des Monats hast du alle Ausgaben aufgelistet und kannst diese in einem Budgetplan einzelnen Kategorien zuordnen.

2. Erstelle einen Budgetplan

Der Budgetplan enthält alle Einnahmen und Ausgaben. Weiterhin werden den einzelnen Ausgaben Kategorien (Budgets) zugeordnet. Dadurch wird das ganze übersichtlicher und du kannst deine Ausgaben besser nachvollziehen.

Stellen wir beispielhaft ein Budget auf. Angenommen du hast folgende Einnahmen

  • Gehalt 2.000 EUR
  • Untermiete Garage 50 EUR

… und folgende Ausgaben:

  • Miete 600 EUR
  • Nahrungsmittel / Haushalt 350 EUR
  • Konsum / Freizeit 600 EUR
  • Versicherungen 250 EUR
  • Sonstiges 250 EUR

Die Ausgaben i.H.v. 2.050 EUR entsprechen den Einnahmen. Der Kontostand ist zum Monatsende immer bei 0, weshalb es schwierig wird mit dem Vermögensaufbau. Um Vermögen aufzubauen, muss am Monatsende erstmal was übrig bleiben. Deswegen legen wir ein extra Budget an und reservieren es für Erspartes.

Angenommen du kannst deine Ausgaben für Nahrungsmittel und Haushalt sowie sonstige Ausgaben um 50 EUR monatlich senken. Wenn du darüber hinaus deinen Konsum um 100 EUR einschränkst kannst du bereits 200 EUR monatlich ansparen. Dies entspräche bei einem Nettogehalt von 2.000 EUR bereits 10%.

10% vom Nettogehalt anzusparen gilt als Untergrenze. Dieser Wert sollte für die meisten erreichbar sein und als erstes Ziel ins Auge gefasst werden. Nach der Anpassung sehen die Budgets auf der Ausgabenseite folgendermaßen aus:

  • Miete 600 EUR
  • Nahrungsmittel / Haushalt 300 EUR
  • Konsum / Freizeit 500 EUR
  • Versicherungen 250 EUR
  • Sonstiges 200 EUR
  • Erspartes 200 EUR

Die Einnahmen und Ausgaben entsprechen sich wieder. Allerdings werden nun 200 EUR pro Monat auf die hohe Kante gelegt. Die Ausgabe ist hier das Investment, z.B. in einen Indexfonds.

3. Optimiere und überarbeite dein Budget

Der größte Spielraum zur Optimierung besteht in der Regel bei den Ausgaben für Konsum und Freizeit. Auch im Bereich Nahrungsmittel / Haushalt lässt sich durch bewusstes Einkaufen einiges sparen. Miete und Versicherungen sind dagegen Fixkosten und somit nur schwer anpassbar.

Natürlich können diese vertraglichen Kosten durch Umzug oder günstigere Verträge optimiert werden. Das ist zwar mit größerem Aufwand verbunden, andererseits ist der Hebel bei der Miete in der Regel am größten.

Hast du deinen Budgetplan erstellt, ist das Wesentliche bereits erledigt. Sofern sich etwas relevantes an deinen Einnahmen oder Ausgaben ändert, kannst du deine Budgets einfach anpassen. Eine jährliche Überprüfung sollte hier genügen, der Zeitaufwand ist daher eher gering. 

Halte deine Budgets aktuell und denke daran, zumindest 10% deiner Nettoeinnahmen zu sparen. Dadurch gehst du jederzeit sicher, nicht über deinen Verhältnissen zu leben und legst genug auf die Seite, um den Grundstein für deinen Vermögensaufbau zu legen. 

Bild: Karolina Grabowska / Pexels

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